Ursache für übermäßiges Schwitzen ist eine vererbbare Erkrankung, eine Störung des Nervensystems, die so genannte Hyperhidrose. Wenn dermatologische Massnahmen nicht geholfen ab, ist eine Operation sinnvoll und effektiv
Mit einer Schweißdrüsenabsaugung, M.I.S.K. (Minimal Invasive Subcutane Kürettage), kann übermäßiger Schweißaustritt im Bereich der Achselhöhlen effektiv und schonend behandelt werden. Vor dem eigentlichen minimal-invasiven Eingriff wird zu Lockerung der Schweißdrüsen und des umliegenden Fettgewebes eine Tumeszenslösung in die Achselhöhlen eingespritzt. Hierdurch verringert sich auch die Blutungsneigung! Die Absaugkanülen sind mit speziellen Vakuumpumpen verbunden und können durch sehr feine, nur drei bis vier Millimeter große Hautsschnitte in die Achselhöhlen eingeführt werden, so dass die resultierenden Narben später fast völlig unsichtbar sind.
Die moderne Form der chirurgischen Behandlung kann ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt werden!
Wie ist der Verlauf nach der Operation? Nach dem Eingriff muss für ca. zwei Tage ein Druckverband getragen werden. Danach ist der Patient wieder arbeitsfähig. Vorübergehende Schwellungen, Blutergüssen und Rötungen im abgesaugten Bereich klingen nach zwei bis drei Wochen ab. Auf sportliche Aktivitäten sollte ca. vier Wochen lang verzichtet werden. Die Schweißdrüsen wachsen nicht nach. Die Wärmeregulierung des Körpers wird nicht gestört! Das Ergebnis ist dauerhaft.
Für einige Tage muskelkaterartige Beschwerden im Achsel/Schulterbereich. Gelegentlich leichte Blutergussbildung. Sehr selten bildet sich Wundwasser, das abpunktiert werden muß.