Plastische Chirurgie

Behandlung mit Botulinumtoxin

Was passiert dabei eigentlich?

Botulinumtoxin führt in starker Verdünnung und in sehr kleinen Dosen zu einer vorübergehenden Lähmung der Muskulatur. Die störenden Stirnfalten sind Folge einer zu häufigen und zu heftigen Anspannung der Muskulatur im Bereich der Augenbrauen und der Stirn. Durch das Einspritzen der Substanz werden die Muskeln stark geschwächt bzw gelähmt und können nicht mehr zum “Runzeln “, d. h. Falten bilden, gebracht werden. Die Stirn glättet sich.

Auf keinen Fall wird die Mimik völlig beseitigt!

Neben der Stirnfaltenkorrektur kann mit Botulinumtoxin auch die ganze Stirn behandelt werden, also auch störende Querfalten. Auch die “Krähenfüßchen” im Augenbereich und Halsfalten lassen sich sehr gut behandeln, ferner Falten im Mund- Kinn- und Halsbereich.

Wie wird Botulinumtoxin angewandt?

Durch kräftiges Stirnrunzeln werden die zu behandelnden Muskeln angespannt und können vom Arzt getastet werden. Mit feinsten Nadeln wird das Medikament eingespritzt. Nur ein leichtes Brennen wird für einen kurzen Moment verspürt. Je nach Ausdehnung der Behandlung wird an 5 – 10 Stellen injiziert.

Wie muss man sich nach der Behandlung verhalten?

Die Behandlung erfordert weder vorher noch nachher spezielle Maßnahmen. Die Einstichstellen sollen 6 – 8 Stunden nicht mit Wasser in Berührung kommen und nicht massiert werden. Die Wirkung tritt nach 1 – 3 Tagen ein.

Wirkungsdauer und Komplikationen?

Die Wirkung hält für etwa 4 bis 6 Monate an. Danach ist eine erneute Behandlung sinnvoll. Manchmal ist eine Auffrischung nach 3- 4 Wochen erforderlich. Bei manchen Patienten (extrem selten) hat Botulinumtoxin gar keine Wirkung.

Allergien gegen das Medikament sind nicht bekannt. Gelegentlich kommt es zu einer geringen Blutergußbildung an den Einstichstellen. Die “Gift“wirkung des Mittels beginnt übrigens erst mit der 100fachen Menge der gespritzten Dosis. Diesbezüglich ist Botulinumtoxin also völig ungefährlich. In einigen seltenen Fällen kann es zu einem unerwünschten Absinken der Augenbrauen kommen oder auch zu einem leichten Hängen des Oberlides. Auch diese leichte Lähmung, die oft von der Umgebung nicht wahrgenommen wird, verschwindet wieder.

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